Question: Wie sieht die römische 1 aus?

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In der heute üblichen Form werden darin die lateinischen Buchstaben I (1), V (5), X (10), L (50), C (100), D (500) und M (1000) als Zahlzeichen für die Schreibung der natürlichen Zahlen verwendet.

Es ist gerade einmal sechs Jahre her, da wurde in Berlin ein neu gefundener Fetzen Papyrus vorgestellt, der als Teil eines Mumien-Sargs die Zeiten überdauert hatte. Darauf hatte sich ein Verwaltungsakt aus dem Jahr 33 v.

So sah Kleopatra wirklich aus

Darin wurde einem römischen Großgrundbesitzer das Privileg erteilt, 10 000 Sack Weizen aus Ägypten ex- und 5000 Amphoren Wein importieren zu dürfen, ohne dafür Steuern zu bezahlen.

Wenn schon ein schlichter Zettel Kamerateams im Dutzend nach Berlin zu locken vermochte, lässt sich ahnen, was ab dem Wochenende über das Bucerius Kunst Forum in Hamburg kommen wird. Deren unstrittiger Höhepunkt ist eine lebensgroße Statue, die die legendäre Königin, Herrscherin über das Traumland Ägypten und Mätresse zweier Weltenherrscher, so zeigt, wie sie sich die Nachwelt am Wie sieht die römische 1 aus?

vorstellt: nackt. Gleich zwei neue Biografien Kleopatra hat immer Konjunktur. Ob Andreae seine Entdeckungen nicht nur in Hamburg, sondern gleich auch in einem bilderreichen Prachtband vorlegt. Wäre ihre Nase kürzer gewesen, fabulierte beizeiten der Mathematiker und Philosoph Blaise Pascal, das Antlitz der Welt hätte sich verändert.

Das spektakulärste Objekt in Hamburg und in unserem Wissen um Kleopatra ist zweifellos die 155 Zentimeter hohe Statue aus Marmor, deren Teile 1874 auf dem Esquilin in Rom ans Licht kamen. Die drei Stücke konnten wieder zusammengesetzt werden.

Nur die Arme blieben verloren. Offensichtlich handelt es sich um eine Kopie aus der Zeit des Kaisers Claudius 41-54 von einem älteren Meisterwerk.

Heute gehört das Bildnis zu den Schätzen des Konservatorenpalastes auf dem Kapitol. Die Statue zeigt Kleopatra als Venus Ikonographisch handelt es sich um Venus, die römische Göttin der Liebe. Doch Andreae zählt eine Fülle von Gründen auf, warum es sich um eine sehr reale Person gehandelt haben muss. Die Uräusschlange, die sich um die Alabastervase mit Palmblattdekor zu Füßen der Statue windet, ist ein konkreter Hinweis auf Ägypten.

Auch die doppelte Falte oberhalb des Schamhügels weist auf eine Frau, die bereits ein Kind geboren hat, wie überhaupt das ganze Bild das Ideal eines gewissen Menschen zeigt und nicht eines Idealbildes, geschweige denn einen Gott. Für wen sie das tat, daran hegt Andreae wenig Zweifel: Caesar, den allmächtigen Diktator Roms.

Zu ihm hatte sich die damals 21-jährige Königin 48 v. Mit ihr zeugte er seinen einzigen Sohn, Kaisarion. Für sie vernichtete er ihren Bruder und alle Rivalen um die Herrschaft über das Nilland. In seiner Villa jenseits des Tibers wohnte sie, seit Caesar als Sieger aus dem Bürgerkrieg nach Rom zurückgekehrt war. Und von dort floh sie, als ihn an den Iden des März 44 die Dolche der Verschwörer trafen.

Es sind stilistische Vergleiche, auf die Andreae seine Argumentation stützt. Vor allem die Parallelen zu einer - ebenfalls in Hamburg ausgestellten - Büste aus den Staatlichen Museen Berlin, die erst vor wenigen Jahren als Porträt der jungen Kleopatra erkannt wurde, sind frappierend. In seiner Berliner Schau mit Unterwasserfunden vor Alexandria präsentierte Franck Goddio unlängst die ägyptische Statue einer Königin, deren Reize von einem durchsichtigen Gewand kaum verhüllt werden.

Ein klarer Hinweis auf Kleopatra, deren Macht sich unter anderem darauf gründete, Mutter von Caesars Sohn zu sein. Auch entkräftet diese Deutung das von Andreaes Gegnern vorgebrachte Credo, hellenistische Wie sieht die römische 1 aus? hätten sich niemals nackt gezeigt. Überhaupt: Keine ihrer mächtigen Ahnen musste je soviel von sich geben, um im Bund mit einem Römer ihre Herrschaft und Existenz zu retten.

Als Marcus Antonius, nach dem Sieg über die Caesar-Mörder Herr des Ostens, Kleopatra aufforderte, sich ihm in Tarsos gegenüber zu verantworten, ließ sie sich mit ihrem Staatsschiff den Kydnos hinaufrudern. Sie trug eine goldene Krone, Ohrhänger, ein Perlenkollier, vielleicht einen Perlentanga. Obwohl, wie Andreae freimütig einräumt, noch zahlreiche Altertumsforscher Skepsis anmelden, bekommt er Beistand.

Wie sieht die römische 1 aus?

Ihr geht es darum, Kleopatra als Frau in drei Kulturen zu würdigen: als ägyptische Königin, hellenistische Monarchin und Gefährtin römischer Kriegsherren. Gerade in dieser letzten Rolle erkennt er ihre Tragik.

Denn die einzige Chance, Teil der römischen Machtsphäre zu werden, war ihre Liebe. Während also die Fachleute noch zaudern, kennt Andreae Wie sieht die römische 1 aus?

die ganze Geschichte: Für ihn gab Caesar die Ur-Statue bei einem Schüler des großen Pasiteles, Stephanos, in Auftrag. Der schuf in den Jahren, in denen Kleopatra in Caesars Villa in Rom 46 bis 44 residierte, die vergoldete Venus, Isis der ägyptischen Mythologie. Sie wurde in dem von dem Diktator ausgestatteten Tempel der Venus Genetrix, der Stammmuter von Caesars Familie, hinter dem Senatssitzungssaal aufgestellt.

Wie sieht die römische 1 aus? gleichen Zeit ließ er, berichtet Sueton, im Senat ein Gesetz vorbereiten, das ihm erlaubte, mehrere Gattinnen zu haben, was zudem die Rolle seines Sohnes als Herrscher Ägyptens legitimiert hätte.

Wie sieht die römische 1 aus?

Wenn Brutus, Cassius und zahlreiche andere Römer noch einer Bestätigung bedurft hätten, dass Caesar auf dem besten Wie sieht die römische 1 aus? war, die römische Republik in eine verhasste hellenistische Monarchie zu verwandeln, dann war es die Präsentation der ägyptischen Königin als römische Göttin in Rom.

Nur findet sie keine Stütze in der schriftlichen Überlieferung. Mit der gleichen Stringenz und größeren Wahrscheinlichkeit ließe sich argumentieren, dass irgendeiner von Octavians reichen Parteigängern bei einem Meister eine schwülstige Statue der Staatsfeindin in Auftrag gab, um römische Männergelage mit voyeuristischer Erotik aufzuladen. Schließlich sahen alle folgenden Generationen Kleopatra mit den gleichen Augen. Bucerius Kunst Forum, Hamburg, 28. Februar 2007 Bernard Andreae Hrsg.

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