Question: Wo traf sich die weiße Rose?

Im Sommer 1942 und zu Beginn des Jahres 1943 verbreitete die studentische Widerstandsgruppe Die Weiße Rose erst in München, dann auch im süddeutschen Raum sowie in Linz, Salzburg und Wien Flugblätter gegen Hitler und das nationalsozialistische Regime.Im Sommer 1942 und zu Beginn des Jahres 1943 verbreitete die studentische Widerstandsgruppe Die Weiße Rose erst in München, dann auch im süddeutschen Raum sowie in Linz, Salzburg und Wien Flugblätter gegen Hitler und das nationalsozialistische

Warum ist Sophie Scholl der Weißen Rose beigetreten?

Die Entstehung der Weißen Rose Die Weiße Rose war eher ein Freundeskreis als eine Organisation. Christoph Probst und Alexander Schmorell waren seit ihrer Schulzeit befreundet. Sie lernten Willi Graf und Hans Scholl während ihres Medizinstudiums 1941/42 an der Münchner Universität kennen.

Mai 100 Jahre alt Wo traf sich die weiße Rose?. Sie kam im hohenlohischen Forchtenberg an der Kocher zur Welt, wo der Vater Bürgermeister war und die Familie bis 1930 im Rathaus wohnte. Die Scholls waren eine angesehene, kinderreiche protestantische Familie. Außer Hans hatte sie noch die älteren Schwestern Inge +1998 und Elisabeth +2020 und den jüngeren, 1944 im Krieg verschollenen Bruder Werner.

Sophie Scholl war im Mai 1942 zum Studieren Biologie und Philosophie von Ulm nach München zu ihrem zweieinhalb Jahre älteren Bruder, dem Medizinstudenten Hans Scholl, gekommen und wohnte mit ihm zusammen.

Anfangs gegen dessen Willen, der sie von riskanten Aktivitäten fernhalten wollte. Probst kam aus der Nähe von Innsbruck und war schon erstmals Familienvater geworden, weshalb Wo traf sich die weiße Rose? die Gruppe von den riskantesten Vorhaben fernhielt. Sophie bestand darauf, mitzumachen und setzte sich energisch durch. Unerschrocken und wagemutig übernahm sie Kurierdienste mit Flugblättern in andere Städte und beteiligte sich bald auch an nächtlichen Aktionen, Parolen gegen Hitler und den Krieg der Nazis mit stark haftender Teerfarbe an Mauern und Gebäudewände zu malen.

Sie beschaffte auch Material für die Gruppe in Form von Briefumschlägen, Briefmarken und Schreibpapier aus Schränken in den Fluren öffentlicher Ämter, die sie in größeren Mengen besorgte und entwendete. Doch die rigide Appell-Praxis beim Bund Deutscher Mädel und die permanente Forderung von Gehorsam und Unterordnung in den Reihen der Hitlerjugend, wo die beiden und auch ihre Schwester Inge Gruppenführungspositionen bekleideten wie auch die mahnende Rede ihres Vaters, weckten mit der Zeit in ihnen zunehmend Zweifel und Abneigung.

Dies bewirkte, je älter und gereifter sie wurden, bis zum Ende der 1930er Jahre einen radikalen Gesinnungswandel. Diese Dinge waren zum Teil ungeschminkt in den Tageszeitungen zu lesen. Das Unbehagen der jungen Scholls steigerte sich noch, als 1939 Hitler seine Kriege begann und halb Europa überfiel. Die Scholl-Kinder fühlten sich von den Nationalsozialisten getäuscht und missbraucht.

Auch dort pflegte man Naturgeist und Fahnenritual, aber auch Banjo- und Balalaikaspiel und las russische Klassiker. Die lebhafte Sophie liebte besonders verbotenen amerikanischen Jazz und war bei Studentenfesten bekannt für ihr wildes Tanzen.

Noch träumten die inzwischen Verlobten von einer gemeinsamen Zukunft im Frieden als Paar. Doch das Schicksal fügte es anders.

Auszüge aus den Verhörprotokollen von Sophie Scholl

Hartnagel war zu Beginn des Jahres 1943 nur knapp dem Kessel von Stalingrad entronnen und kam mit Erfrierungen an den Händen in ein Lazarett in Lemberg, wo ihm zwei Finger amputiert wurden und er die letzten Briefe seiner Verlobten erhielt.

So erregte Hirzel Aufsehen, als ihre rechtskonservativen Kontakte u. In den Semesterferien war sie zu zeitweiligem Kriegshilfsdienst in einem Ulmer Rüstungsbetrieb eingeteilt, wo sie auf polnische und russische Zwangsarbeiterinnen traf, mit denen sie heimlich sympathisierte. Sie verriet es nicht, als sie eine Zwangsarbeiterin dabei beobachtete, wie diese statt des scharfen Zünders einen gekneteten Teigklumpen aus Brot in die Granate stopfte.

Sie wandte sich auch entschieden gegen Sammlungen in der Heimat für die Soldaten an der Kriegsfront, so etwa des Winterhilfswerks. Ein Ausspruch von ihr ist überliefert, wonach sie Hitler erschießen würde, würde sie ihm begegnen und hätte eine Pistole bei sich.

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Währenddessen waren ihr Bruder und die Kommilitonen als Studentenkompanie im Sanitäts-Hilfsdienst an der russischen Kaukasus-Front eingesetzt. Das Ungeheure des selbst Erlebten und die sich abzeichnende militärische Niederlage in Russland gaben den Ausschlag für die nach ihrer Rückkehr in kurzer Folge entstehenden beiden letzten Flugblätter mit moralischen Aufrufen zu Besinnung, Empörung, Sabotage und zum Widerstand. Hierfür hatte man auch den Münchner Philosophen, Leibniz-Interpreten, Hitler-Gegner und antibolschewistisch eingestellten Professor Kurt Huber, vorsichtig angesprochen und als verschworenen Mitverfasser gewinnen können.

Zum Militär eingezogen, beging dieser in den letzten Kriegswochen Fahnenflucht von seiner Truppe auf dem Rückzug und fand Unterschlupf auf dem Einöd-Schwarzwaldhof, wohin sich Magdalena und Inge Scholl zurückgezogen hatten.

Der eigenwillige Aicher wurde später ein bekannter Grafik-Designer und Typoskripteur, er entwarf Logos und Werbung für die Fluggesellschaft Lufthansa und deutsche Auto- und Versicherungskonzerne. Als Gestaltungsbeauftragter der Olympischen Spiele 1972 schuf er die berühmten Piktogramme als Wo traf sich die weiße Rose?

im Olympiapark, in Stadien, Sportstätten und im Olympischen Dorf. Er heiratete 1952 Inge Scholl und hatte mit ihr mehrere Kinder. Beide gründeten nach dem Krieg sowohl die Ulmer Volkshochschule mit als auch die Hochschule für Gestaltung, wo Aicher und Max Bill die Kunstrichtung des Nach-Bauhauses neu belebten. Ende der 1970er Jahre erwarb die Familie ein ländliches Anwesen im oberschwäbischen Allgäu bei Leutkirch und zog von München in die jahrhundertealte Wassermühle mit Nebengebäuden um.

Der Ort wurde international zu einer viel frequentierten Ausbildungs- und Seminarstätte und zum Treffpunkt, wo neue Kunstideen und soziale Vorstellungen entworfen und diskutiert wurden. Inge Aicher-Scholl beteiligte sich in den 1980er Jahren an Aktivitäten der Friedensbewegung und nahm an Protesten und Blockadeaktionen gegen die Stationierung von Atomraketen teil.

Öffentlich bezog der ältere Bruder Florian Aicher dagegen Stellung und verwahrte sich entschieden gegen die Vereinnahmung des Geschwister-Scholl-Erbes von rechts. Februar 1943 waren die Scholl-Geschwister frühmorgens unterwegs in der Münchner Maximilians-Universität, um in den Gängen Flugblätter auszulegen.

Der Hausmeister beobachtete sie dabei, stellte sie und veranlasste ihre Festnahme.

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Es wundert etwas, warum sie sich zu zweit nicht aus dem Griff des Pedells mit Gewalt befreiten und flüchteten, statt sich einfach abführen zu lassen. Ein Grund für ihr passives Verhalten könnte sein, dass Wo traf sich die weiße Rose? wie gelähmt waren und nicht damit gerechnet Wo traf sich die weiße Rose?, entdeckt zu werden.

Einmal konnte sich der sportliche Typ nur durch Flucht über Hinterhöfe einer Festnahme entziehen. Ein möglicher Hintergrund, auf den der Autor Sönke Zankel hinweist, könnte sein, dass der Medizinstudent Hans Scholl sich und seiner Schwester vor waghalsigen Aktivitäten Wachmacher-Spritzen setzte, die ihre Reaktionen durch einen sedierenden Effekt verlangsamt haben könnten.

Auf die Festnahme folgten stundenlange, getrennte Verhöre der Staatspolizei. Christoph Probst war mittlerweile auch festgenommen worden, man fand bei ihm den Entwurf für ein weiteres Flugblatt. Freisler verurteilte alle drei Festgenommenen zum Tode. Gegen 17 Uhr am 22. Februar wurden die Urteile nach letzten Angehörigen-Besuchen mit dem Fallbeil vollstreckt.

Davor soll die fromme Mutter ihrer Tochter Sophie noch zugesprochen haben: gell Sophie, Jesus! Magdalena und Inge Scholl verbargen sich nach Sippenhaft vor weiterer Verfolgung bis zum Kriegsende auf einem christlichen Einöd-Bruderhof nahe Blumberg im Südschwarzwald. Der Ort ist nur noch etwa 10 Kilometer von der Schweizer Grenze entfernt. Im April 1943 wurden auch gegen Alexander Schmorell, der sich zunächst noch versteckt halten konnte, Willi Graf und Professor Huber Todesurteile ausgesprochen und im Juli bzw.

Müller, Wo traf sich die weiße Rose? Geschwister Susanne und Hans HirzelStuttgart, Saarbrücken, wo Willi Graf herkam, Frankfurt sowie in Hamburg Hans Leipelt, Marie-Luise Jahn, Traute Lafrenz, Gerda Freise und Berlin Liselotte Dreyfeldtdie das Werk fortsetzten.

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Sie tippten Flugblätter ab und verbreiteten sie weiter, kümmerten sich und hielten Kontakt zu Hinterbliebenen von Hingerichteten und mit Gefängnis bestraften und organisierten wie Jürgen Wo traf sich die weiße Rose? in München Geldammlungen für sie. Keimzelle war das Chemische Staatslabor an der Universität München des Nobelpreisträgers Professor Heinrich Wieland, wo viele Aktive studierten und einander kennenlernten.

Sie wurden im Herbst 1943 verhaftet und ihnen wie auch der verhafteten Liselotte Dreyfeldt, die ein Kind erwartete, in Donauwörth unauffällig der Prozess gemacht. Ende Januar 1945 wurde Hans Leipelt im Gefängnis München-Stadelheim enthauptet. Marie-Luise Jahn kam bei Kriegsende frei, wusste aber nicht wohin und blieb zunächst noch bis Ende Mai unter alliierter Obhut im Gefängnis. Die ausgebildete Chemikerin studierte zusätzlich noch Medizin und führte bis zu ihrem Ruhestand eine Praxis als Ärztin in Bad Tölz.

Während das etablierte, offizielle West- Deutschland sie für die Werte der Freiheit des Westens vereinnahmte und mit Ehrbezeugungen bedachte. Als einzige fand erst spät eine Büste von Sophie Scholl Eingang in die Ehrenhalle Großer Deutscher Geister im Walhalla-Tempel bei Regensburg.

Sie wollten nicht in einem zweigeteilten Deutschland leben, in dem sich schon bald wieder Tendenzen zeigten und Kräfte regten eines neu aufkommenden Revanchismus, Militarismus und Antikommunismus in einem Kalten Krieg.

Von der Front in den Widerstand. Berlin 2004 - Ulrich Chaussy, Gerd R. Der geistige Weg von Hans und Sophie Scholl. Köln 2006 - Anneliese Knoop-Graf, Inge Jens Hg. Hamburg 2012 - Fred Breinersdorfer Hg. Die letzten Tage Das Buch zum Film. München 2010 - Christine Abele-Aicher Hg.

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