Question: Ist Häkeln gut fürs Gehirn?

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Handarbeit ist Gehirnworkout. Stricken, Häkeln, Schneidern aber auch andere Handarbeiten aktivieren so beide Gehirnhälften, wir können unser Potenzial besser nutzen. Gleichzeitig steigt die Konzentrationsfähigkeit. Handarbeit ist also echtes Gehirnjogging.

Mark Zuckerberg soll den kompletten ersten Businessplan von Facebook beiddaumig auf dem Telefon geschrieben haben. Nachdem der Staub, der beim Wettrennen um die schnellste Meldung aufgewirbelt worden war, sich ein wenig gelegt hatte, erkannte man aber: Finnland vollzieht nur nach, was an vielen deutschen Schulen schon üblich ist und was für die Schweiz bundesweit ebenfalls diskutiert wird.

Abgeschafft wird die verbundene Schreibschrift — nicht das Schreiben mit der Hand als solches. Und eigentlich wird die Schreibschrift auch nicht abgeschafft, sondern die Lehrer werden nur zum Herbst 2016 von der Pflicht entbunden, sie ihren Schülern beizubringen.

Finnische Kinder benutzen weiterhin auch Stifte Die dadurch gewonnene Zeit sollen Schüler darauf verwenden, das Schreiben auf Tablets und Computertastaturen zu lernen, begründete das finnische Bildungsministerium den Schritt. Damit wäre Finnland dann auf dem Stand zahlreicher deutscher Bundesländer. Doch auch wenn der Handschriftenweltuntergang abgesagt Ist Häkeln gut fürs Gehirn?, ist es keine gute Nachricht für die Finnen, dass bei ihnen jetzt der gleiche, wissenschaftlich bislang durch nichts zu begründende Unfug eingeführt wird wie in Deutschland — einem Land, auf das man im Norden bei Bildungsangelegenheit bisher herabgesehen hat.

Stattdessen wird das Experiment ohne fundierte Kenntnisse des Prozesses am lebenden Subjekt durchgeführt. Fast schon sympathisch ist, wie brutal offen die Verdrängung der Schreibschrift mit bloßer Zeitersparnis begründet wird. Und natürlich ist auch wieder — wie in Deutschland — das Argument zu hören, Schüler seien schon rein motorisch kaum noch in der Lage, verbundene Schriften zu erlernen.

So wurde die Nürnbergerin Bildungsforscherin Stephanie Müller mit der Behauptung zitiert, 70 Prozent der Schüler hätten nach dem Kindergarten nicht mehr die nötige Bewegungsfähigkeit für verbundene Schriften. Was schwierig erscheint, wird abgeschafft Man macht es also wie so oft in den letzten Ist Häkeln gut fürs Gehirn?

Ist Häkeln gut fürs Gehirn?

in der Schulpolitik: Wenn Kinder Mühe haben, etwas zu erlernen, verbessert man nicht die Didaktik, stellt zusätzliche Lehrer ein oder bildet Pädagogen besser aus — sondern man streicht das Schwierige einfach vom Lehrplan. Das beruht allzu oft auf individuellen Beobachtungen, die dann unzulässig verallgemeinert werden. Gute Schreiber rhythmisieren entlang von Silben und Morphemen, schwache Schreiber schreiben häufig arhythmisch, bestenfalls rhythmisieren sie anhand einzelner Buchstaben.

Verbundene Schriften ermöglichen Schülern sprachliche Einheiten als verbundene Einheiten zu lernen. Mit der unverbundenen, drucknahen Grundschrift kam eine vierte Schrift dazu. Die Schweiz hat eine eigene Variante der verbundenen Schulhandschrift, die sogenannte Schnuerlischrift. Auch die österreichische Schulschrift weicht leicht von den deutschen Schreibschriften ab.

Jonglieren ist gut für das Gehirn

Mit Handschriften lernen Vorschulkinder und Studenten besser So anstrengend dieses Neben- und Durcheinander für Eltern und Kinder bei einem Wechsel der Schule oder gar des Bundeslandes sein kann — entscheidend ist, dass Kinder überhaupt noch irgendeine Handschrift lernen und nicht nur tippen.

Kinder, die die Vorlagen frei nachzeichneten, Ist Häkeln gut fürs Gehirn? messbare Hirnaktivitäten in drei Bereichen, die auch bei Erwachsenen aktiv sind, wenn sie lesen und schreiben: der linken Spindelwindung, der unteren Stirnwindung und dem posterioren parietalen Cortex. Bei Kindern, die nur Punkte verbanden oder die Buchstaben gar tippten, war kein vergleichbarer Effekt erkennbar. Jedes handschriftliche A sieht ein kleines bisschen anders aus.

Wenn Kinder in diesen Variationen immer dasselbe Buchstabensymbol erkennen, begreifen sie offenbar besser, was ein A eigentlich ist, als wenn man ihnen ein immer exakt gleiches Computer-A zeigt oder sie es tippen lässt.

Ist Häkeln gut fürs Gehirn?

Die Lobby-Interessen der Computerhersteller Diese und ähnliche Untersuchungen sind den Twitter-Followern des Digitalpropheten und Google-Lobbyisten Jeff Jarvis offenbar nicht bekannt. Dabei haben die Psychologen Pam A. Oppenheimer nachgewiesen, dass Studenten besser lernen, wenn sie Notizen mit der Hand machen statt per Computer.

Warum ist Tanzen gut für das Gehirn?

Und es ist sogar ökonomischer. Denn natürlich stecken hinter dem Zug zur Digitalisierung der Schulen auch wirtschaftliche Interessen der Computerhersteller. Man will die Lernenden dazu bringen, etwas, was sie mit Papier und Stift sehr billig tun können, künftig mit einem Hunderte Euro teuren Hilfsmittel zu erledigen.

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